DIGITOM
Stadt Freiburg im Breisgau · Amt für Digitales und IT

DIGIT Operating Model

Wie das Amt für Digitales und IT arbeitet: wer wofür zuständig ist, was passiert, wenn Sie einen Bedarf melden, und wer an welcher Stelle entscheidet.

Für alle Ämter und Einheiten Arbeitsstand 1.0 Kurz: DIGITOM
Zum Einstieg

Was ist das DIGITOM?

Wenn Ihr Amt etwas von DIGIT braucht — eine neue Software, eine Änderung an einem Fachverfahren, Unterstützung bei einem Vorhaben — dann soll klar sein: An wen wende ich mich? Was passiert danach? Und wer entscheidet eigentlich?

Genau das regelt das DIGIT Operating Model, kurz DIGITOM. Es ist die Arbeitsordnung des Amts. Sie beschreibt drei Dinge: welche Bereiche es im Amt gibt und wofür sie zuständig sind, welchen Weg ein Bedarf von der Meldung bis zur Umsetzung nimmt, und welche Runde an welcher Stelle entscheidet.

Das Modell lehnt sich an ITIL 4 an. Das ist ein international verbreiteter Standard dafür, wie IT-Organisationen ihre Leistungen erbringen. DIGIT hat ihn auf die eigene Situation zugeschnitten.

Kurz gesagt: Das DIGITOM sorgt dafür, dass Ihr Anliegen nicht davon abhängt, wen Sie zufällig kennen.
Für Ihr Amt

Was Sie davon haben

01

Eine feste Ansprechperson

Jedes Amt hat eine zuständige Person im Stakeholder-Management. Sie kennt Ihr Haus, nimmt Ihren Bedarf auf und vertritt Ihre Sicht innerhalb von DIGIT — ausdrücklich als Ihre Interessenvertretung, nicht als neutrale Vermittlung.

02

Ein nachvollziehbarer Weg

Jeder Bedarf durchläuft dieselben Schritte. Sie können nachvollziehen, wo Ihr Anliegen gerade steht und was als Nächstes passiert.

03

Vergleichbare Bewertung

Alle Bedarfe werden nach denselben Kriterien eingeschätzt. Damit lässt sich begründen, warum das eine Vorhaben vorgezogen wird und das andere wartet.

04

Getrennte Rollen

Wer einen Bedarf fachlich bewertet, entscheidet nicht selbst darüber. Bewertung und Entscheidung liegen bewusst in verschiedenen Händen.

05

Weniger Doppelarbeit

Alle Vorhaben laufen über ein gemeinsames Portfolio. So fallen ähnliche Anfragen aus verschiedenen Ämtern auf, bevor zweimal dasselbe gebaut wird.

06

Rückmeldung in jedem Fall

Auch eine Ablehnung oder Zurückstellung wird begründet und über Ihre Ansprechperson an Sie zurückgemeldet.

Der Weg in Kurzform

Vom gemeldeten Bedarf zum laufenden Service

Zwei Abläufe hängen zusammen. Zuerst wird aus einem gemeldeten Bedarf eine Entscheidung und daraus ein Projekt. Sobald das Projekt startet, beginnt der zweite Ablauf: Der Service wird aufgebaut, eingeführt, betrieben, unterstützt und regelmäßig überprüft.

STRANG 1 · VOM BEDARF ZUR ENTSCHEIDUNG Bedarf melden Ihr Anliegen wird aufgenommen und geklärt STAKEHOLDER-MANAGEMENT Prüfen und ordnen Bewertung, Vergleich, Reihenfolge DEMAND-PORTFOLIO Entscheiden Freigabe, Ablehnung oder Zurückstellung DSR ODER MISSION BOARD Projekt starten Auftrag, Projektleitung, Team PROJEKT-PORTFOLIO 1 2 3 DREI PRÜFPUNKTE Weiter geht es erst, wenn alles Nötige vorliegt. Mit dem Projektstart beginnt Strang 2 STRANG 2 · VOM PROJEKT ZUM LAUFENDEN SERVICE Aufbauen Einführen Betreiben Unterstützen Überprüfen Service entwerfen Bauen, testen, freigeben Laufender Betrieb Störungen und Anfragen Verbessern oder ablösen SERVICE-OPERATIONS-RUNDE gibt den Start frei und entscheidet über Änderungen Soll ein Service grundlegend geändert oder abgeschaltet werden, beginnt der Weg wieder von vorn.
Vorbereitung Ihres Bedarfs Entscheidung in einer Runde Projektstart Leben eines Service Prüfpunkt
Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Ich brauche etwas von DIGIT. Wohin wende ich mich?

An Ihre Ansprechperson im Stakeholder-Management. Sie nimmt den Bedarf auf, bespricht ihn mit Ihnen und sorgt dafür, dass er an der richtigen Stelle landet. Alltägliche Anfragen und Störungen laufen weiterhin über den Service Desk.

Woran erkenne ich, ob mein Anliegen ein Bedarf im Sinne des Modells ist?

Als Erstes wird geprüft, ob das, was Sie brauchen, schon im bestehenden Angebot von DIGIT enthalten ist. Wenn ja, wird es als normale Anfrage bearbeitet und Sie müssen nichts weiter tun. Nur wenn etwas Neues nötig ist oder ein bestehender Service deutlich verändert werden muss, durchläuft Ihr Anliegen den beschriebenen Weg.

Was muss ich liefern, damit es weitergeht?

Ihre Ansprechperson führt mit Ihnen ein Klärungsgespräch und hält das Ergebnis in einem Bedarfssteckbrief fest. Darin steht, was Sie brauchen, warum, welchen Nutzen es bringt und welche Rahmenbedingungen gelten. Sie müssen das Dokument nicht selbst schreiben.

Wer entscheidet am Ende?

Das hängt vom Vorhaben ab. Die meisten Bedarfe entscheidet die Demand- und Stakeholder-Runde. Große oder besonders weitreichende Vorhaben gehen an das Mission Board, in dem unter anderem die Amtsleitung und die Abteilungsleitungen sitzen.

Wie lange dauert das?

Feste Bearbeitungszeiten sind im Modell bisher nicht festgelegt. Geregelt ist, dass Unterlagen mindestens 24 Stunden vor einer Sitzung vorliegen müssen und dass Entscheidungen unmittelbar nach der Sitzung mitgeteilt werden. Das Mission Board tagt alle zwei Wochen.

Was passiert, wenn mein Bedarf abgelehnt wird?

Die Entscheidung wird begründet und über Ihre Ansprechperson an Sie zurückgemeldet. Möglich sind auch eine Zurückstellung, eine Zusammenlegung mit ähnlichen Anliegen aus anderen Ämtern oder eine Freigabe unter Auflagen.

Ehrlicher Zwischenstand

Was schon gilt und woran noch gearbeitet wird

Das DIGITOM ist als Konzept freigegeben, aber nicht in allen Teilen fertig ausgearbeitet. Offene Punkte sind kein Mangel, sondern der nächste Arbeitsschritt. Diese Übersicht zeigt, wo die einzelnen Bausteine stehen.

BausteinWorum es geht Stand
Demand-Portfolio-Management Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Regeln der Demand- und Stakeholder-Runde Abgenommen
Service-Portfolio-Management Aufgaben, Regeln der Service-Operations-Runde und der Weg eines Service In Abstimmung
Stakeholder-Management Betreuung der Ämter, Bedarfsaufnahme und Rückmeldung Teils ausgearbeitet
Mission Board Zusammensetzung, Zuständigkeit und Entscheidungsverfahren In Abstimmung
Projekt-Portfolio-Management Überführung freigegebener Bedarfe in Projekte Noch nicht beschrieben
Vision Board Langfristige Richtung und strategischer Rahmen Noch nicht ausgearbeitet
Prozess-Management Methodischer Rahmen für die Prozesse des Amts Ausgesetzt
Was diese Seite noch nicht zeigt

Ein Zeitplan für die weitere Einführung und ein Ausblick auf die Zusammenführung von DIGIT mit dem Haupt- und Personalamt sind vorgesehen, liegen aber noch nicht in abgestimmter Form vor. Sie werden ergänzt, sobald sie feststehen.